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Herzlich Willkommen in wunderschönen Mexico. Unserem Schauplatz. Geschockt, wie jemand freiwillig nach Mexico ziehen kann? Du wirst dich wundern. Sharpest Life ist ein Reallife/Crime RPG Forum und ich kann dir versprechen, hier wird es nicht langweilig. Du glaubst es geht sich nur um Shopping, den Beach und das heile Leben? Am besten schaust du dich erstmal um. Nicht dass du nachher denkst, ich erzähl dir hier Geschichten vom Pferd oder so. Wenn du nun bisschen nach Rechts siehst, findest du ein paar hilfreiche Links. Beachtet bitte, dass wir Euch nur aufnehmen, wenn ihr eine Bewerbung schreibt. Ohne Pass kommt man auch nicht nach Mexico!


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#1

Waschkeller

in Arbeitersiedlung - verfallendes Appartementhaus 23.04.2019 19:32
von Enrique Santos • 24 Beiträge

Das war kein guter Tag gewesen. Ricci schob seinen Roller durch den Schutt auf dem Fabrikgelände und sah sich um. Normalerweise war er lieber vor dem Dunkelwerden wieder zurück und das lag nicht an den miesen Lichtverhältnissen, sondern eher an den anderen Gestalten, die sich zu Beginn der Nacht auf dem Gelände einfanden. Es gab kaum einen Abend, an dem nicht irgendwas los war und er lebte jetzt schon zu lange hier um es nicht genau zu wissen. Er fluchte unterdrückt, als er sich den Fuß an einem der Steinen anschlug, die hier halb aus dem Boden gestemmt worden waren. Ächzend schob er den Roller weiter in den hinteren Lastenaufzug und fummelte im halbdunkel den Schlüssel aus seiner Hosentasche. Der Aufzug erwachte leise rasselnd zum Leben und fuhr nach unten, vor Ricci erst den Roller hinausschob und dann den Schlüssel holte. Das Licht im Aufzug erlosch und er lag wieder so tot da wie zuvor. In diesem Gebäude der Arbeitersiedlung war es der einzige Aufzug, der nur mit einem Schlüssel funktionierte und es war der einzige Zugang zu diesem Teil der Kelleranlage. Er atmete auf und schob weiter bis zum Ende des Kellergangs. In einem kleinen Abstellraum stellte er den Roller ab und steckte ihn in die Steckdose. Er schloß auch diesen Raum ab und ging an einem riesigen Trümmerhaufen vorbei zu einem Luftschacht, den er aufzog und dann hindurchkletterte. Er zog das Gitter hinter sich wieder zu und kletterte durch den Luftschacht einige Meter bi zu einer Biegung. Kurz danach drang warmes, gelbes Licht durch ein weiteres Gitter und er kletterte durch dieses wieder hinaus. Seinen Rucksack hinter sich her ziehend stellte er eine Kiste vor das Gitter und schaltete das Licht ein.

Das hat ja wohl gerade nochmal geklappt. Du musst endlich besser aufpassen, du Penner. Irgendwann stecken sie dich doch noch in den Kinderknast!

Riccis eigene Worte waren hier unten die einzigen, die er hörte. Der große Kellerraum mit dem angrenzenden Waschraum war jetzt schon lange sein Zuhause. Er war zufällig auf das Schlüsselbund in den Büroräumen gestoßen, auf der Suche nach einem Raum, den er für sich nutzen konnte. Doch dort oben hatte er nur Dreck, Schutt und Ratten gefunden. Auf der Suche nach den Türen, die zu den Schlüsseln gehörten war er nach einigen Wochen auf diesen Keller gestoßen. Er war genau richtig gewesen. Hier unten war er nicht nur, nicht zu finden, es kam auch keiner von DENEN hier herunter und versuchte ihn wieder rauszuwerfen. Wahrscheinlich würden nur zu gerne einige von denen SO ein tolles Versteck haben. Sein Glück war gewesen, das es offenbar ein bewohnter Keller gewesen war, denn neben einem riesigen Esstisch und ein paar bunt zusammengewürfelter Stühle hatte es hier unten auch ein altes Klappbett und eine gigantische, zerschlissene Couch gegeben. Ungefähr zwei Monate hatte er gebraucht, um den Raum so ziemlich sauber zu bekommen und alles überflüssige durch den Luftschacht nach draußen zu befördern. Ebenso aber um alles, was er noch so benötigte durch genau denselben Luftschacht reinzubringen. Das war bei den Decken und der geklauten Bettwäsche ziemlich einfach gewesen. Auch das Geschirr und ein paar Lebensmittel ließen sich mit dem Rucksack gut befördern. Bei anderen Sachen war es nicht so einfach gewesen. So hatte er einen großen Spiegel aus einer der oberen Wohnungen nach unten geschafft und er war fast stecken geblieben.

Er ließ den Rucksack auf der Couch liegen und verschwand in dem großen Waschraum. Er trat von einem Bein auf das andere, bis er endlich den Hosenstall auf hatte und stöhnte leise auf, als er endlich das Plätschern in der Kloschüssel hörte. Mensch, das war auch knapp gewesen. Und er hatte kein Waschmittel mehr, um die einzige verbliebene, funktionierende Waschmaschine in dem Raum in Gang zu setzen. Das musste warten bis nächste Woche. Es sei denn er kam vorher noch an die ein oder andere Waschtablette heran. Er ging zurück in den Kellerraum und schaltete leise die Musik an einem alten Radio ein. Er ließ sich auf quietschende Bett fallen und öffnete den Rucksack. eigentlich waren die Typen aus dieser Bar ganz nett gewesen. Zumindest der bunte, der andere jagte ihm immer noch ein bisschen Angst ein, auch wenn seine Tochter voll süß war. Er strahlte das Schokoladenei an, das er erbeutet hatte und verzog dann wieder das Gesicht. Er musste hingehen, er hatte versprochen, das andere Ei zu suchen, wenn sie ihm ihres schon einfach so überlassen hatte. Aber wenn der blonde auch wieder dabei war, der war doch Polizist gewesen. Ricci schob das Ei weg und stemmte das Kinn in die Hand. Dann fiel ihm etwas ein. Schnell kramte er aus einer abgeschabten Kommode neben dem Klappbett eine alte Zigarrenschachtel hervor und ließ den Inhalt auf das Bett fallen. Er zählte die Münzen in die Hand und nickte dann entschlossen. Das reichte für den Waschsalon und wenn er sich morgen gründlich badete, seine besten Sachen anzog und seine Papiere mitnahm würden sie ihn nicht mehr für einen Ausreißer halten. Dann konnte er dort vielleicht öfter mal vorbeigehen. Jetzt kannte er den Weg ja.


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#2

RE: Waschkeller

in Arbeitersiedlung - verfallendes Appartementhaus 24.04.2019 18:41
von Enrique Santos • 24 Beiträge

Das Scharren und Klappern und Rumpeln war die halbe Nacht so lau gewesen, das er kaum geschlafen hatte. Ricci schob die Decken weg und setzte sich unter ohrenbetäubendem Quietschen auf seine Bettkante. Er kratzte sich ausgiebig am Kopf, das ihm sämtliche Haare zu Berge standen und stand auf, um seine Toilette aufzusuchen. Der Abend war schon so scheiße gewesen und jetzt war auch noch die dritte Nacht in Folge so ein Lärm über ihm gewesen. Er griff in dem Haufen Wäsche neben seinem Bett nach einem dicken Pullover. Morgens war es noch kalt in dem Waschkeller, bis er die Öfen und das Licht anschaltete. Dann erfüllte leises Summen und Musik den großen Raum und es wurde langsam wärmer. Er zog geräuschvoll die Nase hoch und warf einen Blick in den Kühlschrank, aber außer einer dunkelbraunen Banane und einem Kanten Weißbrot war nichts mehr drin. Er brauchte unbedingt mal wieder etwas Arbeit. Vielleicht brauchten die in der Fernando ja wieder jemanden zum Rasenmähen. Er würde heute mal die Häuser abklingeln, aber zuerst schmierte er den Inhalt der braunen Bananenschale auf das Brot und griff noch immer kauend nach seinen Schlüsseln. Er war schon an der Türe, als er sich umsah und aus der Werkzeugkiste in der Ecke ein Teppichmesser und einen Schraubenzieher nahm, die er sich in die hintere Hosentasche stopfte. Dann schob er die Kiste weg und kletterte durch das Gitter nach draußen.

Es wurde noch kälter und er sah sich in dem dunklen Keller um, den er mittlerweile mehr als gut kannte. Mit dem Aufzug fuhr er nach oben und schloss ihn sofort wieder ab. Um diese Zeit morgens war hier niemand und die Penner eine Halle weiter schliefen ihren Rausch aus. Trotzdem war er vorsichtig und suchte sich den Weg zu den Räumen, die über seinem Keller sein mussten. Es dauerte eine Weile, doch dann hatte er sie gefunden und sah erstaunt auf die beiden Türen die mit einem neuen Vorhängeschloss verschlossen worden waren. Das konnte er vergessen. Er ging weiter und sah, das die nächste Türe offen stand. Er schob den Kopf hinein. Hier war ewig keiner mehr gewesen, es lag immer noch der Schutt da der auch da hingehörte. Er zog die Türe hinter sich zu und räumte den Dreck vor dem Lüftungsgitter weg. Mittlerweile kannte er es. Er hatte einige Stellen in der Fabrikanlage gefunden, an denen niemand gewesen war, doch sein Keller war mit Abstand der sauberste und beste Ort gewesen, um als neues Zuhause zu dienen. Er brauchte trotzdem eine geschlagene Stunde, bevor er das Lüftungsgitter zu den beiden Räumen wegstoßen konnte und blieb im nächsten Moment mit offenen Mund stehen.

Scheiße...... das ist......

Vor ihm lag ein ganzes Warenlager an Elektroartikeln und viele Dinge waren nicht nur zweifach, sondern gleich mehrfach vorhanden. Er ging zwischen den Reihen durch und wischte seine vor Aufregung feuchten Hände an seiner Hose ab. Das konnten die nur geklaut haben und es war ganz bestimmt nicht nur einer, der den Kram hierher brachte. Seine Finger strichen über die Verpackung eines großen Flachbildfernsehers. So ein Ding kannte er nur aus dem Elektrogeschäft in der Innenstadt. Er beugte sich vor. Und hier standen mindestens zehn davon.

Verdammt, wo haben die den ganzen Scheiß her..?

Die mussten einen Laden überfallen haben oder einen LKWs, die die Sachen zu den Geschäften brachten. Er durchforstete die beiden großen Zimmer und hockte sich dann auf ein Paket voller Digitalkameras. Wenn er die Polizei anrief, dann suchten die hundertpro das ganze Gebäude ab. Und er bekam nichts dafür. Er kaute unentschlossen auf seiner Unterlippe und wischte sich über das Gesicht. Aber vielleicht konnte er sich ja was holen. Immerhin waren die Sachen geklaut, da konnte er sie nicht nochmal klauen. Und bei dem ganzen Kram fiel das bestimmt nicht auf. Er stopfte ein paar der kleineren Verpackungen in die Taschen seiner Hose und griff dann nach der Kiste eines Fernsehen. Warum war die so leicht? War da etwa kein Fernseher drin? Er konnte die Kiste am Griff anheben und mit einiger Mühe zur Türe tragen. Er kam sogar bis zum Aufzug und stellte sie hinein. Dann lief er zurück. Er brauchte nicht lange und trug nur noch zwei weitere Kartons zum Aufzug. Dann brachte er das Gitter wieder an und fuhr nach unten. Schnell schob er die Kisten durch den Luftschacht und hielt den Atem an als die Verpackung von dem Fernseher nur gerade so hindurchpasste. Dann hatte er aber alles auf dem großen Tisch stehen und setzte sich auf einen der Stühle. Ob er jetzt vielleicht doch etwas falsch gemacht hatte? Aber geklaut waren die Sachen doch schon, auf die paar Teile kam es bestimmt nicht an, wenn die Geschäfte das andere alles zurück bekamen. Jetzt musste er nur noch irgendwie die Polizei benachrichtigen. Oder vielleicht doch lieber erst mal mit jemand anderem reden. Das war aber auch eine schwere Entscheidung.


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